Bestimmung der Abmessungen eines Transportbands an einer Anlage

Bestimmung der Abmessungen eines Transportbands an einer Anlage

Es kann vorkommen, dass Sie das Band einer Anlage austauschen möchten, aber die exakten Abmessungen nicht mehr wissen. In diesem Blog beschreibe ich, wie man die Länge und Breite eines Transportbands messen kann, ohne es aus der Anlage zu entfernen. Auch wenn Sie das Band entfernen möchten, läuft es zum Bestellzeitpunkt des neuen Bands normalerweise noch um unnötige Stillstandszeiten zu reduzieren.

Bevor Sie mit dem Messen beginnen, sollten Sie einen Blick in die Betriebsanweisung der Anlage werfen, die Sie beim Kauf vom Hersteller erhalten haben. In einigen Fällen sind die Abmessungen in der Stückliste angegeben.

Das Vermessen eines Transportbands mag einfach erscheinen, wenn Sie jedoch ein Band mit falschen Abmessungen bestellen, kann das schwerwiegende Folgen haben. Transportbänder werden maßgefertigt und nicht alle Bänder lassen sich kürzen oder verlängern. Nachträgliche Änderungen sollten vermieden werden, da sie zu zusätzlichen Herstellungskosten und längeren Stillstandszeiten führen.

Die Breite des Transportbands

Die Breite lässt sich am einfachsten herausfinden, da Sie diese Angabe durch Ausmessen des alten Transportbands überprüfen können. Kontrollieren Sie, ob die Bandkanten abgenutzt sind, da sich das wesentlich auf die Breite auswirken kann. Überprüfen Sie auch, ob die Bandbreite mit der Rollenbreite übereinstimmt. Weiter unten finden Sie die Formel (aus unserem Technischen Leitfaden), die ausreichend Platz für die Bandführung gewährleistet, sodass das Band nicht von der Rolle wegläuft und Spannung verliert oder beschädigt wird, wenn es gegen die Seite läuft.

Belt width bo Pulley width bo
bo ≤ 100 mm / 4 in b = bo + 20 mm / 0.8 in
bo > 100 mm / 4 in b = (1.08 ∙ bo) + 12 mm / 0.5 in

Die Länge des Transportbands

Die zuverlässigste Methode zur Längenbestimmung besteht darin, Markierungen an den Seiten des Transportbands anzubringen. Messen Sie dann die Länge in regelmäßigen Abständen, bis Sie die Markierung wieder erreichen. Die Summe dieser Messungen ist die Länge des gespannten Bands.

Es ist ebenso wichtig, die vorgespannte Länge abzuziehen (meistens sind 0,3 % ausreichend). Dies wird häufig vergessen, sodass das Band zu lang geliefert wird und sich nicht ordnungsgemäß einstellen lässt. Eine weitere, jedoch weniger präzise Methode ist das Messen des Achsabstands zwischen Kopf- und Heckrolle und das anschließende Notieren der jeweiligen Durchmesser. Die Hälfte des Umfangs der beiden Rollen und das Doppelte des Achsabstands ist die gestreckte Länge, wobei das Maß für die Vorspannung ebenso abzuziehen ist. Bei diesem Verfahren müssen Sie sicherstellen, dass keine versteckten Längen (z.B. Bandspanner) vorhanden sind, welche addiert werden müssten.

Bandspannung

Der Spannweg muss auf die insgesamt verfügbare Länge geprüft werden, wobei der Spanner entsprechend einzustellen ist. Je nach Position des Spanners kann die Bandlänge dann so angepasst werden, dass sie am besten zum Förderer passt. Die Gesamtlänge des Spannwegs, die wir für Bänder mit einer Polyester-Zugschicht empfehlen, beträgt 1,5 % der Bandlänge. Für ein Band mit einer Nylon-Zugschicht beträgt sie mehr als 2,5 %.

Konstruktion des Förderers

Die Messgenauigkeit hängt immer von der Konstruktion des Förderers ab. In aneinander gereihten Förderern mit nur zwei Rollen sollten sich diese nicht berühren. Die Bänder dürfen nicht zu lang oder zu kurz sein, da das zu Lücken führt, durch die das Produkt fallen kann. In solchen Fällen wird normalerweise ein Mittenantrieb im Rücklauf positioniert. Bei langen Förderern ist es üblich, den Spannweg hinter dem Antrieb zu platzieren.

Schauen Sie sich für weitere Informationen unser Video an oder rufen Sie uns an, wenn Sie vor Ort Unterstützung beim Ausmessen eines Bands benötigen! Wir helfen Ihnen gerne!

9 Mai 2019  |  Gepostet von

René Grevengoed

René Grevengoed ist Anwendungstechniker und arbeitet seit 1996 bei Habasit in den Niederlanden. Neben seiner Muttersprache holländisch spricht er auch fließend englisch. René Grevengoed's Spezialgebiet sind Gewebebänder und Antriebsriemen. Sein Fachwissen kann in verschiedenen Branchen angewendet werden, z.B. in der Lebensmittel-, Materials Handling-, Druck- und Papierindustrie. René Grevengoed erlangte seine besonderen Fähigkeiten und Erfahrungen durch seine Arbeit in der Fabrikation und bei Montagen vor Ort.

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